CSR-Anforderungen an FM-Lieferanten stellen
Corporate Social Responsibility (CSR) stellt Anforderungen an die sozialen und umweltbezogenen Leistungen von Lieferanten. In der FM-Beschaffung uebersetzen sich diese in Kriterien zu Arbeitsbedingungen, Umwelt, Menschenrechten in der Lieferkette und fairem Handel. CSRD und EU-Lieferkettensorgfaltspflichtenrichtlinie schaerfen den gesetzlichen Rahmen.
Deutsche Rahmenbedingungen
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG, seit 2023) verpflichtet grosse deutsche Unternehmen, Menschenrechts- und Umweltrisiken in ihrer Lieferkette zu identifizieren und zu beheben. Das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesministerium fuer Arbeit und Soziales (BMAS) stellen Leitfaeden bereit. Relevante Kennzeichen fuer FM: Blauer Engel (Reinigungsmittel, Bueroausstattung), Fairtrade (Catering), FSC/PEFC (Papier und Holz), Gruener Knopf (Textilien). Der Branchendialog Gebaeudereinigung foerdert faire Preise und gute Arbeitsbedingungen. Die CSRD verstaerkt die Berichtspflichten.
Schlüsselbegriffe
- LkSG
- Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Verpflichtet Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden (ab 2024), Menschenrechts- und Umweltrisiken in der Lieferkette zu beachten.
- Due Diligence
- Der Prozess, mit dem eine Organisation Risiken fuer Menschenrechtsverletzungen und Umweltschaeden in ihrer Lieferkette identifiziert und adressiert.
- Blauer Engel
- Das staatliche deutsche Umweltkennzeichen fuer besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen; relevant fuer Reinigungsmittel, Papier und Bueroausstattung.
- Sorgfaltspflicht
- Rechtliche Pflicht, Risiken in der Lieferkette systematisch zu pruefen und zu beheben; durch das LkSG und kuenftig durch die CSDDD verstaerkt.
- CSDDD
- EU Corporate Sustainability Due Diligence Directive: verpflichtet grosse Unternehmen, Menschenrechts- und Umweltrisiken in ihrer gesamten Wertschoepfungskette zu identifizieren.
Gesetzliche Anforderungen
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen ab 1.000 Beschaeftigten, Sorgfaltspflichten hinsichtlich Menschenrechten und Umwelt in ihrer gesamten Lieferkette zu erfuellen. Dies umfasst Risikoanalyse, Grundsatzerklaerung, Praventionsmassnahmen und Beschwerdeverfahren. Fuer FM-Einkauf bedeutet dies, dass Sie Lieferanten fuer Reinigung, Sicherheit, Catering und technische Gewerke auf Menschenrechts- und Umweltrisiken pruefen muessen.
Die CSRD, die in Phasen eingefuehrt wird, legt Unternehmen ab einer bestimmten Groesse die Pflicht auf, ihre gesamte Lieferkette auf Menschenrechts- und Umweltrisiken zu pruefen. Dies betrifft die FM-Beschaffung direkt: Sie muessen nachweisen, dass Ihre Lieferanten keine Kinderarbeit, unsichere Arbeitsbedingungen oder Umweltzerstoerung einsetzen.
In der Praxis uebersetzen Sie dies in Beschaffungsprozesse. Nehmen Sie CSR-Kriterien als Ausschlusskriterium (Mindestvorgabe) und als Zuschlagskriterium (Punkte) auf. Fordern Sie von Lieferanten ein CSR-Grundsatzdokument, Zertifikate und eine Beschreibung ihrer Lieferkettenmassnahmen an. Fuehren Sie regelmaessige Audits bei kritischen Lieferanten durch.
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