Concept

Smart City und FM: Schnittstellen und Chancen

Smart-City-Initiativen und Facility Management beruehren sich zunehmend. Gebaeude sind Teil der staedtischen Infrastruktur: Sie verbrauchen Energie, erzeugen Mobilitaetsstreoeme und produzieren Daten. Die Integration von Gebaeudesystemen mit staedtischen Netzen eroeffnet Chancen fuer FM-Fachleute, die ueber die Grenzen des eigenen Gebaeudes hinausdenken.

Deutsche Rahmenbedingungen

Deutsche Staedte wie Hamburg, Muenchen, Berlin und Heidelberg haben aktive Smart-City-Programme. Das Bundesministerium fuer Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen foerdert Smart-City-Modellprojekte. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Fraunhofer-Institut forschen zur Integration von Gebaeuden in staedtische Energienetze. Das Gebaeudeenergiegesetz (GEG) und das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) schaffen den regulatorischen Rahmen fuer die Einbindung von Gebaeuden in Energienetze. Die Bundesnetzagentur reguliert Demand-Response-Mechanismen.

Schlüsselbegriffe

Smart City
Ein staedtisches Gebiet, das Technologie und Daten einsetzt, um Lebensqualitaet, Nachhaltigkeit und Effizienz der Stadt zu verbessern. Gebaeude sind eine der Saeulden.
Energienetz-Integration
Die Verknuepfung von Gebaeudetechnik mit dem staedtischen Energienetz: Abwaermelieferung, lokale Energiespeicherung, Demand-Response fuer Netzstabilitaet.
Mikromobilitaet
Gemeinsam genutzte Verkehrsmittel (Fahrraeder, Scooter) rund um Gebaeude. FM schafft die Infrastruktur: Ladestaender, Abstellmoeglichkeiten, Buchungssysteme.
Offene Daten
Gebaeudedaten, die fuer staedtische Anwendungen bereitgestellt werden: Energieverbrauch, Luftqualitaet, Belegung. Traegt zur staedtischen Optimierung bei.
Quartiersdienstleistungen
Facility-Dienstleistungen, die nicht je Gebaeude, sondern je Quartier organisiert werden: gemeinsame Sicherheit, Gruenpflege, Abfallwirtschaft.

So funktioniert es

Die Schnittstellen zwischen Smart City und FM liegen in drei Bereichen. Erstens Energie: Gebaeude mit Erdwaermespeicherung koennen Abwaerme an das Fernwaermenetz liefern. Gebaeude mit Photovoltaik und Batteriespeicherung koennen Spitzen im Stromnetz ausgleichen (Demand-Response). FM betreibt diese Anlagen und die Vertraege mit Energiepartnern.

Zweitens Mobilitaet: Die Wege zum und vom Gebaeude sind Teil der staedtischen Verkehrsstroeme. FM schafft Infrastruktur fuer Mikromobilitaet, Ladeeinrichtungen fuer Elektrofahrzeuge und Fahrradabstellplaetze. Daten ueber Ankunftsmuster der Mitarbeitenden koennen mit staedtischen Verkehrsmanagementsystemen geteilt werden, um Staus zu reduzieren.

Drittens Daten: Gebaeudesensoren erzeugen Daten ueber Luftqualitaet, Laermwerte und Energieverbrauch, die fuer staedtische Planung wertvoll sind. Das Teilen anonymisierter Gebaeudedaten mit der Gemeinde traegt zu Quartiersanalysen und Politikbegruendungen bei. Fuer FM-Fachleute bedeutet diese Integration eine Erweiterung des Spielfelds: vom Gebaeudemanagement zur Beitrag zur Lebensqualitaet der Umgebung.

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