Employee Experience und Facility Management
Employee Experience (EX) umfasst alles, was ein Mitarbeitender in Bezug auf seine Arbeit erlebt: von der Begrüßung beim Betreten des Gebäudes bis zur Raumtemperatur am Arbeitsplatz. Das Facility Management gestaltet einen Großteil der physischen Berührungspunkte, die diese Erfahrung prägen.
Deutsche Rahmenbedingungen
In Deutschland misst das Great Place to Work-Institut jährlich die Arbeitgeberbewertung. Unternehmen wie Bosch, SAP und REWE erzielen regelmäßig Spitzenwerte, teilweise aufgrund hervorragender FM-Leistungen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat Studien zu Arbeitsqualität und Wohlbefinden am Arbeitsplatz veröffentlicht. Die BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) forscht zu dem Zusammenhang zwischen Arbeitsumgebung und Mitarbeitergesundheit. Der GEFMA hat Employee Experience als strategisches FM-Thema in seinen Richtlinien verankert und bietet Kompetenzentwicklung in diesem Bereich an.
Schlüsselbegriffe
- Employee Experience
- Die Gesamterfahrung eines Mitarbeitenden über alle Interaktionen mit der Organisation und der Arbeitsumgebung hinweg.
- Touchpoint
- Jeder Kontaktpunkt zwischen Mitarbeiter und FM-Dienstleistung, von der Rezeption bis zum Arbeitsplatz.
- Hospitality im FM
- Dienstleistung, bei der Gastfreundschaft und Erlebnis im Vordergrund stehen, nicht nur die funktionale Leistungserbringung.
- NPS Arbeitsplatz
- Net Promoter Score auf die Arbeitsumgebung angewendet: Würden Sie diesen Arbeitsplatz einem Kollegen empfehlen?
So funktioniert es
Employee Experience im FM dreht sich um die bewusste Gestaltung der Momente, die zählen. Die Ankunft im Büro ist so ein Moment: ein freundlicher Empfang, funktionierende Kaffeemaschinen und ein sauberer Schreibtisch setzen den Ton für den Tag. Kleine Ärgernisse — ein defekter Drucker, ein voller Papierkorb, ein zu warmer Besprechungsraum — haben einen kumulativen negativen Effekt, der größer ist, als man denkt.
Messen Sie die Erfahrung systematisch. Kurze Pulse-Surveys nach FM-Interaktionen geben direkten Einblick in das, was funktioniert und was nicht. Kombinieren Sie dies mit objektiven Daten: Reaktionszeiten auf Meldungen, Temperaturmessungen und Reinigungsinspektionen. Die Kombination aus Wahrnehmung und Fakten verhindert, dass Sie auf Basis des lautesten Beschwerdeführers nachsteuern.
Beim hybriden Arbeiten verschiebt sich die EX-Aufgabe. Das Büro muss es wert sein, aufzusuchen. Das bedeutet, in das zu investieren, was zu Hause nicht möglich ist: Begegnung, Zusammenarbeit, guten Kaffee und eine angenehme Atmosphäre. Der Facility Manager wird damit mehr zum Hospitality-Manager als zum Verwalter von Quadratmetern.
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