Asset-Tracking mit IoT im Facility Management
Asset-Tracking mit IoT ermöglicht es, den Standort von Geräten, Möbeln und sonstigen Betriebsmitteln in einem Gebäude in Echtzeit zu verfolgen. Von Defibrillatoren und Rollstühlen in Krankenhäusern bis hin zu Laptop-Wagen in Schulen und Werkzeug in technischen Diensten: Zu wissen, wo Ihre Geräte sind, spart Suchzeit und verhindert unnötige Neuanschaffungen. Für FM-Professionals ist es eine Möglichkeit, den Überblick über bewegliches Inventar zu gewinnen.
Deutsche Rahmenbedingungen
In deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist Asset-Tracking für medizinische Geräte (Infusionspumpen, Monitore) bereits weit verbreitet. In Bürogebäuden wächst die Nachfrage, auch durch hybride Arbeitsmodelle, bei denen gemeinsam genutzte Betriebsmittel häufiger den Standort wechseln. Die DSGVO ist relevant, wenn Tracking auf Betriebsmittel angewendet wird, die mit Personen verknüpft sind. Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 6) greift, wenn das Tracking indirekt Rückschlüsse auf das Verhalten von Mitarbeitern zulässt. GEFMA 190 gibt Hinweise zur Inventarverwaltung im FM.
Schlüsselbegriffe
- Asset-Tracking
- Automatische Erfassung des Standorts physischer Objekte über IoT-Tags und ein Lokalisierungsnetzwerk. Liefert Echtzeit- oder periodische Positionsdaten.
- BLE-Beacon
- Bluetooth-Low-Energy-Sender, der an einem Asset befestigt wird. Wird von Gateways oder Smartphones in der Nähe erkannt. Reichweite etwa 10–30 Meter.
- UWB-Tag
- Ultra-Wideband-Tag für präzise Positionierung (bis 30 cm). Genauer als BLE, aber teurer und mit höherem Infrastrukturbedarf.
- Geofencing
- Einrichten virtueller Grenzen. Das System erzeugt einen Alarm, wenn ein Asset eine definierte Zone verlässt – nützlich für Diebstahlprävention oder Zirkulationsmanagement.
- Zonenzuweisung
- Standortbestimmung auf Zonenebene (Stockwerk, Abteilung, Raum) statt exakter Koordinaten. Weniger präzise, aber kostengünstiger und oft ausreichend.
Anwendung in der Praxis
Die Implementierung von Asset-Tracking beginnt mit der Frage, welche Assets einen Mehrwert bringen, wenn ihr Standort bekannt ist. Konzentrieren Sie sich auf Betriebsmittel, die häufig verlegt werden (Defibrillatoren, Rollstühle, Werkzeug), teuer sind (medizinische Geräte, AV-Equipment) oder betriebskritisch sind. Kennzeichnen Sie diese Assets mit IoT-Tags und installieren Sie das Lokalisierungsnetzwerk.
BLE-Beacons sind die kostengünstigste Lösung für die Zonenzuweisung: zu wissen, auf welchem Stockwerk oder in welcher Abteilung sich ein Asset befindet. UWB bietet zentimetergenaue Positionierung, erfordert aber ein engmaschiges Ankernetzwerk und ist erheblich teurer. Wählen Sie die Genauigkeit, die zu Ihrem Anwendungsfall passt – für das Auffinden eines Defibrillators reicht die Zonenebene aus.
Integrieren Sie Asset-Tracking in das CAFM-System, damit die Standortdaten für Wartung und Inventarisierung verfügbar sind. Ein Techniker, der Wartungsarbeiten an einer mobilen Anlage durchführen muss, sieht direkt, wo das Gerät steht. Die Inventarisierung, die normalerweise einen Tag pro Etage in Anspruch nimmt, wird zu einem automatisierten Bericht. Achten Sie auf die DSGVO, wenn Tracking auf Betriebsmittel angewendet wird, die mit einzelnen Mitarbeitern verknüpft sind – informieren Sie die Betroffenen und beschränken Sie die Daten auf das Notwendige.
Verwandte Themen
Verfolgen Sie die neuesten Nachrichten zu diesem Thema über IoT-gebouwsensoren auf FM Radar →