Was ist Workplace Catering?
Workplace Catering ist der Oberbegriff fuer alle Food-and-Beverage-Dienstleistungen, die eine Organisation ihren Mitarbeitern am Arbeitsplatz anbietet. Dazu gehoeren Betriebsrestaurants, Kaffeestationen, Automaten und Veranstaltungscatering. Fuer Facility Manager ist es eine der sichtbarsten und am haeufigsten diskutierten Leistungen im Dienstleistungsportfolio.
Deutsche Rahmenbedingungen
In Deutschland sind Betriebsrestaurants haeufig Teil des kollektivrechtlich geregelten betrieblichen Verpflegungsangebots; der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht bei der Einfuehrung und wesentlichen Aenderung der Kantinenverpflegung gemaess BetrVG Paragraph 87. Grosse Cateringunternehmen wie Sodexo, Aramark, Apetito und Compass Group/Eurest dominieren den Markt, waehrend regionale Anbieter wachsen. Hybrides Arbeiten hat das traditionelle Volumenmodell unter Druck gesetzt und FM-Teams gezwungen, flexibler einzukaufen. Die Zentralstelle fuer Berufsbildung im Handel (ZBH) und der DEHOGA bieten Qualifizierungsrahmen fuer Cateringpersonal.
Schlüsselbegriffe
- Managed Catering
- Ein externer Caterer betreibt das Betriebsrestaurant vollstaendig, einschliesslich Personal, Einkauf und Menugestaltung.
- Self-Service Catering
- Mitarbeiter bedienen sich selbst an einem Bueffet oder aus Automaten; der FM-Dienst verwaltet die Infrastruktur.
- Veranstaltungscatering
- Auf Bestellung geliefertes Catering fuer Meetings und Veranstaltungen, typischerweise ueber ein internes Bestellsystem.
- Subventionierungsgrad
- Der Anteil der Verpflegungskosten, den der Arbeitgeber uebernimmt. Typischerweise zwischen 30% und 70%.
- Gaestezufriedenheit
- Die gemessene Zufriedenheit der Endnutzer mit Speisenangebot, Preis, Atmosphaere und Service in der Betriebskantine.
Funktionsweise
Workplace Catering beginnt mit einer strategischen Entscheidung: Eigenregie oder Fremdvergabe? Bei der Fremdvergabe schliessen Sie einen Cateringvertrag mit einem externen Unternehmen ab, das das Restaurant betreibt. Im Eigenregie-Betrieb behalten Sie die Steuerung, tragen aber auch das operative Risiko. Die meisten deutschen Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern entscheiden sich fuer die Fremdvergabe.
Der taegl iche Betrieb dreht sich um Menueplanung, Einkauf, Zubereitung und Service. Der Caterer oder das eigene Team stellt woechentlich ein Menue zusammen, das zur Ernaehrungspolitik der Organisation passt. Immer mehr Unternehmen stellen Anforderungen an Nachhaltigkeit (biologisch, saisonal, pflanzlich) und Gesundheit (DGE-Empfehlungen, weniger Salz und Zucker). Diese Anforderungen legen Sie in einem Lastenheft oder Cateringvertrag fest.
Fuer den Facility Manager ist Workplace Catering ein Balanceakt zwischen Kosten, Qualitaet und Mitarbeiterzufriedenheit. Sie steuern anhand von KPIs wie Teilnahmequote, Gaestezufriedenheit, Lebensmittelverschwendungsquote und Kosten je Couvert. Regelmaessige Audits und Zufriedenheitserhebungen liefern die Daten, um nachzusteuern oder bei Vertragserneuerung schaerfer einzukaufen.
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